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Das rund 30 ha große und ca. 6.000 Einwohner zählende und am 16.10.2014 vom Stadtrat beschlossene Fördergebiet „Nördliche Johannstadt“ erstreckt sich um den zentralen Bönischplatz und wird durch die Elsasser Straße im Westen, das Käthe-Kollwitz-Ufer und die Florian-Geyer-Straße im Norden, Arnold- und Pfeifferhannsstraße im Osten und die Gerokstraße im Süden begrenzt. Hintergrund der Gebietsausweisung war die Feststellung die Feststellung eines besonderen Entwicklungsbedarfs. Dieser resultiert einerseits aus sogenannten städtebaulichen Missständen, also baulichen und funktionalen Mängeln an Gebäuden, Straßen und Plätzen, die teilweise so gravierend sind, dass der Bestand von soziokulturellen Einrichtungen langfristig nicht gesichert ist. Andererseits gibt es auch besondere soziale Probleme und Herausforderungen: So sind im Gebiet weitaus mehr Menschen auf staatliche Transferleistungen angewiesen als im gesamtstädtischen Durchschnitt. Darüber hinaus ist der Anteil von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund mit 25,1% (2015) der höchste in der Gesamtstadt, woraus sich besondere Integrationsherausforderungen ergeben. Schließlich ist der Stadtteil auch in hohem Maße vom demografischen Wandel betroffen mit einem überdurchschnittlich hohen und schnell wachsenden Anteil von SeniorInnen, ohne bislang eine adäquate barrierefreie und altersgerechte Ausstattung von Wohnungen und Wohnumfeld gewährleisten zu können.

Fördergebiet
Fördergebiet Nördliche Johannstadt, Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt