Soziale Stadt » Ziele und Handlungsfelder

Gemäß dem Integrierten Entwicklungskonzept nach § 171e BauGB von Dezember 2016 (S. 50) soll sich das Gebiet „Nördliche Johannstadt“ zu einem noch lebenswerteren Stadtteil für alle Bewohnergruppen entwickeln. Im Mittelpunkt der Gebietsentwicklung steht die städtebauliche und funktionale Aufwertung des Gebietszentrums zum identitätsstiftenden Mittelpunkt des Zusammenlebens mit Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, sozialer und kultureller Herkunft. Insbesondere das geplante Stadtteilhaus und der aufgewertete öffentliche Raum sollen über das Gebiet hinaus ausstrahlen.

Im Einzelnen werden mit der Gebietsentwicklung zehn Ziele angestrebt:

  1. Soziale und kulturelle Teilhabe: Die Einrichtungen der sozialen Infrastruktur, der Soziokultur und des Gemeinbedarfs im Gebiet sollen langfristig gesichert werden und das soziale Zusammenleben sowie eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnergruppen am gesellschaftlichen Leben im Gebiet unterstützen.
  2. Klimafreundliches und angepasstes Wohnen: Der aufgewertete und um Neubauten ergänzte Wohnungsbestand des Gebietes soll den Anforderungen von Klimaschutz und demografischer Entwicklung gerecht werden und Angebote für alle Einkommensgruppen umfassen.
  3. Attraktives und barrierefreies Wohnumfeld: Der öffentliche Raum und das private Wohnumfeld im Gebiet sollen barrierefreie Aufenthaltsqualität und Spiel- und Sportangebote für alle Bewohnergruppen bieten.
  4. Umweltfreundliche Mobilität: Die Verkehrsinfrastruktur des Gebietes soll es allen Bewohnergruppen ermöglichen, ihre Mobilitätsbedürfnisse innerhalb wie außerhalb des Gebietes umweltfreundlich zu befriedigen.
  5. Attraktive Nahversorgung und Kreativwirtschaft: Das Gebiet soll eine attraktive und kleinteilige Nahversorgung mit Produkten und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sowie gute Bedingungen für die Entwicklung der Kreativwirtschaft bieten.
  6. Gute Lernbedingungen an den Schulen: Die Schulen im Gebiet sollen gute Lernbedingungen bieten, die sich in guten Schulabschlussquoten und einem guten Ruf der Schulen im Stadtteil ausdrücken.
  7. Unterstützung von Hilfsbedürftigen: Hilfsbedürftige BewohnerInnen des Gebietes, insbesondere Arme und Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund und SeniorInnen, sollen bei der Lösung individueller Probleme und einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen wirksam unterstützt werden.
  8. Beteiligung und Mitgestaltung: Die BewohnerInnen des Gebietes sollen Gelegenheit erhalten, ihre Anliegen in die Stadtteilentwicklung einbringen zu können und diese durch eigenes Engagement aktiv mitzugestalten.
  9. Attraktives Stadtteilimage: Vorhandene Stärken im Gebiet wie das gute interkulturelle Zusammenleben sollen ausgebaut und aktiv kommuniziert werden.
  10. Politische Teilhabe: Das politische Engagement sowie die Teilhabe aller BewohnerInnen an kommunalen Entscheidungen soll gefördert werden.